Die Entstehung der Skulptur

Das Opfer – Skulptur aus Akazienholz und Ton

 

An Anfang war es eine Notwendigkeit, die Akazie solle gefällt werden. Zu nah am Zaum, zu viel Äste zum Nachbarn, zu viel Natur offensichtlich. Der Baum musste weg, da mit wieder Ruhe und „Ordnung“ herrschte. Damit bekam die Akazie den Status eines Opfers.


Nach dem massiven Beschneiden blieben die großen Äste zurück. Wie Arme, die sich in den Himmel zum Licht recken sahen sie aus. Und das Grün, das Leben begann überall schnell von neuem zu wachsen. Aus dem Stamm drücken sich die neuen Äste hervor. Plötzlich sah ich nicht den alten Baum, ich sah ein Wesen, das kämpfte um zu überleben.

 

 


Also musste das Grüne weg. Der Baum, so kommt es mir heute vor, wurde wie ein Opfer der Inquisition in alten Tagen, vor dem Fällen, also dem Tod, geläutert. Seiner Majestät, seiner Schönheit, seiner Würde, seiner Blätter beraubt.

Hier sieht man das letzte Bild als Baum, dessen tiefe Wurzeln sich noch im Boden halten.

Und dann sah ich die Skulptur, die all die Jahre schon im Garten gestanden hatte, sich aber erst jetzt zeigte.

 


Gefällt mit Stamm und Ästen nach dem Bild im Kopf stand das Holz da und ich konnte mit Hammer und Eisen beginnen.